Brettspiele bei Kickstarter: Tsukuyumi – Full Moon Down

Brettspiele bei Kickstarter: Tsukuyumi – Full Moon Down

Tsukuyumi MondDer Mond ist auf die Erde herabgestürzt und die Welt ist im Chaos versunken. Der Kami Tsukuyumi, ein göttlicher weißer Drache, der im Inneren des Mondes schläft, hat mit seiner Energie die DNA aller Lebewesen mutieren lassen. Die Gruppen der Überlebenden Fraktionen kämpfen nun um die Kontrolle über das Land. Klingt verrückt? Ist es auch, denn Tsukuyumi – Full Moon Down kommt in einem ganz eigenen Stil daher. Im Kern ist es ein Area Control Spiel ohne Würfel oder andere Glückselemente. Was wir davon halten, erfahrt ihr in unserem Überblick.

Das macht man bei Tsukuyumi – Full Moon Down

Die Menschen selbst haben ihren Untergang in Tsukuyumi – Full Moon Down herbeigeführt, indem eine Gruppe von Kami-Jägern versucht hatte, den weißen Drachen im Inneren des Mondes zu töten. Doch das ging gewaltig schief und hat fast die gesamte Menschheit vernichtet. Gewaltige Veränderungen wurden durch die Kollision mit dem Mond in Gang gesetzt. Der Pazifik ist verschwunden und ein riesiger Graben zieht sich durch einen Großteil der Landmasse.

Tsukuyumi BoardlordsTsukuyumi selbst hat eine starke göttliche Aura, mit der die DNA zur Evolution angeregt wird. So sind viele Lebewesen mutiert und wesentlich intelligenter und überlebensfähiger geworden. Eine Rotte Wildschweine ist zu den Boarlords evolutioniert, die der Herrschaft der Menschen ein Ende bereiten wollen. Die Nomads sind die letzten Soldaten der Vereinigsten Staaten, die von einem im ausgetrockneten Pazifik gestrandeten Flugzeugträger aus operieren und ihre Kultur neu aufbauen wollen. Das sind nur zwei der verschiedenen Fraktionen im Spiel und alle haben eine individuelle Hintergrundgeschichte. Alle verfolgen eigene Ziele und unterscheiden sich darin, wie sie zu dem weißen Drachen stehen.

Drei bis fünf Spieler stehen sich bei Tsukuyumi – Full Moon Down gegenüber und versuchen ihre Ziele gegenüber den anderen Fraktionen durchzusetzen und die Kontrolle über die veränderte Welt zu erlangen. Dabei kämpft ihr nicht nur gegeneinander, sondern auch noch gegen den weißen Drachen und seine Oni-Verbündeten.

Das Spielbrett – Eine chaotische Welt mit modularem Aufbau

Tsukuyumi SpielbrettDas Spielbrett ist modular und besteht aus hexagonalen Teilen, die je nach Szenario und Spieleranzahl unterschiedlich zusammengesetzt werden. Der aus sieben Teilen bestehende Mond mit Tsukuyumi im Inneren und den Oni bildet dabei das Herzstück jedes Aufbaus. Durch die starken tektonischen Veränderungen gibt es zahlreiche Grenzen zwischen Teilen, die unpassierbar sind. Es gibt hoch aufgetürmte Gebiergsplättchen und lebensfeindlich verstrahlte Gebiete. Aber auch einzelne Schwemmland-Gebiete, die noch fruchtbar sind und entsprechend mehr Siegpunkte einbringen. Zu Beginn der Partie legt jede Fraktion ihre Homezone, die Basis ihrer Operationen, an den Spielplan an und platziert die ersten Einheiten.

Siegpunkte gibt es eigentlich erst am Ende des Spiels für die eroberten Gebiete. Die Wertungen am Rundenende stellen eher eine Zwischenbilanz dar. Wer seine Gebiete nicht halten kann, der geht bei Spielende leer aus. Einige Ausnahmen hiervon sind Siegpunkte, die durch Missionen der eigenen Fraktion generiert werden und die Kontrolle über den Mond. Wer am Ende einer Runde die Kontrolle über Tsukuyumi hat, bekommt als Belohnung einen permanenten Siegpunkt, auch wenn er später im Spiel das Gebiet wieder verliert.

Schnelles Gameplay mit kartengesteuerten Aktionen

Jedes Spiel in Tsukuyumi – Full Moon Down besteht aus drei bis fünf Runden, je nachdem wie lange man spielen möchte. Sie lassen sich grob in je vier Phasen gliedern. Die Reihenfolge in der die Spieler ihre Aktionen ausführen, richtet sich nach der Initiativereihenfolge, die sich ebenfalls über Aktionen beeinflussen lässt. Dabei wird jede Phase für sich von allen Spielern abgehandelt, bevor die nächste Phase beginnt. Das soll die Downtime zwischen den einzelnen Zügen niedrig halten.

Tsukuyumi AktionskartenIn jeder Runde wählt jeder Spieler aus einem Set von Aktionskarten eine aus und gibt die restlichen Aktionskarten an den nächsten Spieler weiter. Sie werden bis zur nächsten Runde beiseite gelegt. Die Aktionskarten definieren, welche Aktionen in der Runde ausgeführt werden können und beinhalten zum Teil einzigartige Aktionen, die zur Entwicklung einer Strategie anregen. Wenn in einer Phase auf der Karte keine Aktionen vorgesehen sind, so fällt diese Phase für den Spieler in dieser Runde komplett aus. Da die möglichen Aktionen je nach Aktionskarte variieren, können wir hier nur einen groben Überblick darüber geben, was in den verschiedenen Phase ungefähr stattfindet, denn Ausnahmen sind immer möglich.

  • Weiße Phase: Jeder Spieler kann zwei unterschiedliche Basisaktionen ausführen. Hier kann man entweder Schwächen der gewählten Aktionskarte ausgleichen oder dessen Strategie noch unterstützen.
  • Blaue Phase: Aktionen in dieser Phase dienen vor allem der Veränderung der Initiative und dem Spielen von Events, die durch Veränderungen des Spielbretts nochmal viel verändern können.
  • Grüne Phase: Sie kann als Verstärkungsphase angesehen werden, da hier vor allem Aktionen zur Verfügung stehen, mit denen neue Einheiten auf das Spielbrett gesetzt werden können.
  • Rote Phase: Hier können noch einmal Bewegungen ausgeführt werden, es kann zu Kämpfen kommen und ihr könnt die heiß begehrten Eroberungsmarker in Gebiete zu legen und so vielleicht Siegpunkte generieren.

 

Kämpfen und erobern – Ganz ohne Würfel

Das Kampfsystem ist eine Besonderheit bei Tsukuyumi – Full Moon Down. Bei Angriffen oder Eroberungen muss der Aggressor eine Karte auswählen, die sein gewünschtes Ziel für die kriegerische Handlung darstellt. Der Verteidiger kann hiergegen eigentlich nichts tun. Ob ein Angriff oder eine Eroberung gelingt, kann man sehr einfach an den Werten ablesen, die jede Einheit aufgedruckt hat. Der Verteidiger darf zum Ausgleich aber eine Reaktion auswählen. Auf jeder Kampf- und Eroberungskarte sind verschiedene Möglichkeiten angegeben, die mehr oder weniger ungünstig für den Angreifer ausgehen. Vom reinen Rückzug der Verteidiger bis zur vollständigen Vernichtung beider Parteien ist hier viel Spielraum, so dass der Angreifer im Voraus nicht wirklich abschätzen kann, wie teuer ein Sieg erkauft sein wird.Tsukuyumi Nomads

Alle sind gegen mich! – Gegenspieler und Oni

Neben den Fraktionen der Spieler gibt es auch noch die Oni, einst Menschen, die Tsukuyumi zu nahe kamen und nun dämonenartig verwandelt wurden. Ihre Aktionen werden während einer Partie von allen Spielern gesteuert. Obwohl man die Oni in erster Linie seinen Mitspielern auf den Hals hetzten möchte, kommt man um Konfrontationen nicht herum. Als zusätzliches strategisches Element, das man nicht ausschließlich selbst in der Hand hat, können die Oni durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden.

Das bekommt ihr über Kickstarter

Tsukuyumi KickstarterDer Entwickler Felix Mertikat hat viel Herzblut in sein Projekt gesteckt. Er ist nicht nur Spieleautor, sondern hat auch die Illustrationen für Tsukuyumi – Full Moon Down selbst gemacht. Daher ist es nicht verwundertlich, dass es neben dem Spiel auf Kickstarter auch einen eigenen Comic mit den Hintergrundgeschichten der einzelnen Fraktionen gibt. Verschiedene bekannte Autoren haben sich hierbei beteiligt und so sind 90 Seiten mit spannenden Stories entstanden. Das als Hardcover gebundene Comicbuch könnt ihr für 16€ bekommen, für 25€ sogar als signierte Ausgabe.

Das Grundspiel bekomm ihr mit allen Stretchgoals für 59€ als deutsche oder englische Version für drei bis 5 Spieler. Wollt ihr die Expansion für den sechsten Mitspieler gleich dazu erwerben, so schlägt das mit 99€ zu Buche. Hierfür erhaltet ihr dann drei weitere Fraktionen zur Auswahl: Children of the Lion, Lords of the Lost Sea und Fireborn. In allen Pledges für das Spiel sind außerdem Kickstarter-Exklusive Cthulhu Aufsteller enthalten, mit denen ihr nach Belieben die Oni als Gegenspieler ersetzen könnt.

Fazit

Brettspiele, die Geschichten erzählen und uns in ihre Welt eintauchen lassen sind immer ganz besondere Perlen. Tsukuyumi – Full Moon Down ist so eine Perle. Die Geschichte ist völlig abgedreht und voller spannender Kleinigkeiten. Sie sind dem eigentlichen Area-Control Strategiespiel nicht nur als Thema übergestülpt, sondern beeinflussen das Spiel grundlegend. Der Grad an Liebe zum Detail, der hier in jeden Teil des Spiels eingeflossen ist, macht Tsukuyumi zu einem besonderen Spielerlebnis.

Der Reiz bei Tsukuyumi – Full Moon Down liegt vor allem in der Vielfalt und Asynchonität der verschiedenen Fraktionen. Das Spiel ist zwar einfach zu erlernen. Eine Fraktion mit all seinen Möglichkeiten optimal zu beherrschen, bedarf aber einiger Übung. Hiervon versprechen wir uns auch einen großen Wiederspielwert, da sich jede Fraktion so unterschiedlich spielt. Jede benötigt eine eigenen Strategie, um sich gegen wechselnde gegnerische Fraktionen behaupten zu können. Auch die Kombination aus festen und temporären Siegpunkten gibt dem Spiel noch einmal mehr strategische Tiefe, da man nicht nur kurzfristig planen muss, sondern eroberte Gebiete auch langfristig halten muss.

Wir können euch Tsukuyumi – Full Moon Down auf jeden Fall ans Herz legen. Wer sich nicht blind entscheiden möchte, der hat außerdem die Möglichkeit, auf der SPIEL in Essen eine Proberunde zu spielen. King Racoon Games findet ihr in Halle 6 an Stand C122. Die Kickstarter Kampagne endet erst am Wochenende nach der SPIEL. So habt ihr noch genügend Zeit, um euch zu entscheiden.

Die Kampagne läuft noch bis zum 05. November 2017.

Link zur Kampagne für Tsukuyumi – Full Moon Down bei Kickstarter

Homepage zum Spiel Tsukuyumi – Full Moon Down und des Publishers King Racoon Games

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