Der Baum -Geister des Waldes: Frühlingsgefühle auf dem Tisch

Der Baum -Geister des Waldes: Frühlingsgefühle auf dem Tisch

Der Baum - Geister des WaldesDie Vögel zwitschern und eine leichte Briese weht durch das Gras am Flussufer. Die ersten kräftigen Sonnenstrahlen treffen auf den kleinen Baum mit seinen noch kahlen Ästen. Die Geister des Waldes werden sich liebevoll um das Pflänzlein kümmern und ihn wachsen, grünen und erblühen lassen. In Der Baum – Geister des Waldes müsst ihr gemeinsam mit euren Mitspielern Äste und Blätter wachsen lassen, Knospen bilden und schließlich Blüten und Früchte entstehen lassen. Doch den Respekt der Waldgeister erringt nur derjenige, der seine Aufgabe am schnellsten abgeschlossen hat. Wir haben die Essen-Neuheit 2017 von 2Geeks für euch unter die Lupe genommen.

Starke Wurzeln für den Baum am Fluss – Grundlagen

Die Regeln für Der Baum – Geister des Waldes sind recht simpel gehalten. Jeder Spieler erhält die gleiche Anzahl an Komponenten: Äste, Blätter, Knospen, Früchte, eine Blüte und ein Stammplättchen. Äste wachsen immer an anderen Ästen. Blätter wachsen immer am Ende eines Astes. Knospen wachsen auf einem freien Blatt. Früchte und die Blüte wachsen auf noch nicht besetzten Knospen. Wobei die Früchte nur auf Blättern wachsen können, die an einem Ast der eigenen Farbe oder an einem neutralen Ast hängen. Das klingt jetzt nur kompliziert, die Anleitung verdeutlicht die Regeln hierzu aber sehr gut und nach den ersten Zügen ist das auch kein Problem mehr.

Der - Baum BrettspielAuf dem Tisch wird das Fluss-Tableau mit dem Nachziehstapel und vier aufgedeckten Karten hingelegt. Daran anschließend wird der Stamm des Baumes mit den ersten beiden Stammelementen und den untersten vier Ästen angelegt. Die vier weiteren Stammplättchen werden mit der grauen Seite nach oben an den Stamm angelegt. Auf dem Tableau befinden sich außerdem zwei Plättchen mit den mächtigen Waldgeistern. Auf dem einen befinden sich die erdverbundenen Waldgeister, auf dem anderen die wasserverbundenen Waldgeister. Zu Beginn der Partie liegt eine zufällige Seite oben. Nun bekommt jeder Spieler eine Starthand mit je drei Karten und schon kann es losgehen.

Der Grüne Daumen – Handkarten lassen den Baum wachsen

Um ein Element wachsen zu lassen, müsst ihr Karten von eurer Hand ausspielen. Wollt ihr Äste wachsen lassen, so braucht ihr mindestens eine Karte mit einem Ast. Für jede Ast-Karte die ihr spielt, dürft ihr einen Ast aus eurem Vorrat am Baum platzieren. Zusätzlich dürft ihr für jede Ast-Karte im Fluss einen weiteren Ast platzieren. Auch jeder dort ausliegende Joker zählt dazu. Spielt ihr zusätzlich noch ein Pärchen eines anderen Elements aus, z.B. zwei Knospenkarten, könnt ihr ebenfalls ein zusätzliches Ast-Teil platzieren. Mit Blättern, Knospen, Früchten und Blüten funktioniert dies genauso. Früchte und Blüten werden jedoch durch ein und dieselbe Karte repräsentiert.

Die Geister die ich rief – zauberhafte Helfer

Der Baum HandkartenAuf den von euch ausgespielten Karten gibt es auch Symbole der Waldgeister. Stimmt das Waldgeistsymbol mit einem offen liegenden Waldgeist überein, könnt ihr dessen Kraft nutzen. Der eine Wasser-Geist lässt euch eine Karte aus dem Fluss auf die Hand nehmen, der andere gibt euch drei Karten vom Nachziehstapel von denen ihr eine auswählen und auf die Hand nehmen könnt. Die Dryade unterstützt euch, indem ihr ein weiteres Element wachsen lassen könnt. Und der Satyr schenkt einem Mitspieler einen neuen Ast, den dieser zusätzlich an den Baum bringen muss. Habt ihr einen der Waldgeister genutzt, wird dessen Plättchen auf dem Tableau umgedreht, so dass der andere Waldgeist des Elements oben liegt und vom nächsten Spieler genutzt werden kann.

Anstatt Karten auszuspielen, könnt ihr alternativ zwei der ausliegenden Karten aus dem Fluss auf die Hand nehmen. Das ist häufig nötig, da Karten nicht automatisch nachgezogen werden. Dabei müsst ihr auch das Handkartenlimit von sechs Karten beachten. Als letzte Möglichkeit könnt ihr als Aktion euer Stammplättchen einmal im Spiel nutzen, um den Baum in die Höhe wachsen zu lassen. Hierbei wird ein Stammelement von der grauen Seite auf die farbige Seite gedreht. Danach werden rechts und links je drei neutrale Astelemente angelegt. Zusätzlich zieht ihr auf sechs Handkarten auf. Dabei nehmt ihr zuerst die offen liegenden Karten aus dem Fluss und wenn dann noch Karten benötigt werden weitere vom Nachziehstapel.

Ein bezauberndes Spiel für die ganze Familie

Der Baum - 2GeeksDer Baum – Geister des Waldes ist ein liebevoll gemachtes Familienspiel mit einfachen Regeln. Es ist leicht zu lernen und brettspielerfahrene Kinder können hier auch schon ab 8 Jahren mitspielen. Unserer Tochter haben es vor allem die magischen Baumgeistern angetan, die wirklich sehr schön illustriert sind. Sie findet es toll, dass man gemeinsam den Baum wachsen lässt und dieser während des Spiels immer größer und verzweigter wird. Mindestens drei Spieler sollten sich jedoch für eine Partie zusammenfinden. Zu zweit hat es uns nicht so sehr Spaß gemacht. Mit drei oder vier Spielern ist einfach mehr los und nebenbei wird der Baum auch größer. Empfehlenswert ist Der Baum – Geister des Waldes vor allem als Einsteiger-Spiel oder leichtes Familienspiel. Obwohl es taktische Elemente hat und man sich mit dem Satyr auch sehr gegenseitig ärgern kann, ist es für Hardcore-Strategen eher nicht geeignet.

Wir hatten sehr viel Spaß bei unseren Partien und es ist einfach schön, einen Baum auf dem Spieltisch entstehen zu sehen, an dem man gemeinsam gebaut hat. Anders als bei anderen Legespielen, werden hier keine schnöden quadratischen Teile aufgereiht, sondern es entsteht in jedem Spiel ein anderer, organisch gewachsener Baum. Das macht vor allem Kindern Spaß und der lebensbejahende Aspekt des Wachsens bringt ein paar Frühlingsgefühle in triste Herbstabende.

Autor:
Simon Havard
Verlag:
2Geeks / ASYNCRON games
Spieler:
2 – 4
Dauer:
45 Min

 

 

2 Antworten auf “Der Baum -Geister des Waldes: Frühlingsgefühle auf dem Tisch”

  1. Warum eigentlich Brettspiele Runde?
    Ist von der Grammatik völlig falsch. Es müsste ein Wort sein und Brettspielrunde heißen. Solltet ihr mal bei Duden.de o.Ä. nachschauen.
    Eine Brettspielrunde impliziert dass es sich um Brettspiele handeln, welche sich in einer gemeinsamen Runde treffen, was aber völliger Quatsch ist.
    Macht einen guten Eindruck für eure Seite

    1. Ja, bei uns treffen sich viele Brettspiele in geselliger Runde.
      Erst letztens, da haben sich Kribbeln und Nochmal! getroffen… da gings mal wieder rund, da hat sogar der Nachbar an die Wand geklopft.

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