Meeple on Tour: Besuch von Milly

Meeple on Tour: Besuch von Milly

Als wir am Montag von der Arbeit nachhause kamen, da war es ganz ruhig in der Wohnung: Kein Kind kam uns entgegen gesprungen. Seltsam, dachten wir. Aber dann haben wir unsere Kinder doch gefunden. Sie saßen an unserem Brettspieltisch und spielten eine Runde. Aber sie waren nicht alleine! Da saß Milly, der sonnengelbe Meeple, der genau wie seine Geschwister gerade auf Entdeckungstour zu verschiedenen Blogs ist. Ihre Mama Simone von Die besten Familienspiele & Gesellschaftsspiele hatte sie für die Aktion Meeple on Tour schweren Herzens gehen lassen. Okay, ganz unerwartet war dieser Besuch nicht, denn Sonja, die liebe Brettspielpoetin, hatte uns den netten Besuch bereits angekündigt. Nun war sie also da, die liebe Milly.

Milly von Meeple on TourBei uns gab es viel zu entdecken. Neben den netten Kinder (Nein, sie haben gar nicht gequengelt und ganz artig etwas zu Trinken und ein paar Gummibärchen zum Naschen angeboten), gab es viele Brettspiele, eine bunten Comic-Wand und unserer alltägliches Chaos zu sehen. Nach dem Abendessen konnte Milly mit Jan und mir eine Brettspiel-Miniatur anmalen, das ist nämlich eine unserer großen Leidenschaften. Ist auch kaum zu übersehen, denn da gibt es nicht nur eine Vitrine mit fertigen und halb angemalten Figuren, auch die Pinsel und Farben sind allgegenwärtig. Und während wir so malten, hat Milly die Gunst der Stunde genutzt und uns ein paar Fragen gestellt.

Welche 3 Spiele Klassiker dürfen in keinem Haushalt fehlen?

Da mussten wir nicht lange überlegen. Keine der neuen Brettspiele der SPIEL fällt unter diese Kategorie. Auch wir besitzen ein Monopoly und das ist ja tatsächlich in fast jedem Haushalt vorhanden. Auch wenn es vielleicht nicht das Beste aller Spiele ist, bringt es trotzdem Jung und Alt an einen Tisch. Grund genug, dass es überall vorhanden sein sollte und welche Version es dann ist, darf dann doch jeder selbst für sich bestimmen. Dann wäre da noch Kniffel, der Urvater aller Roll-and-Writes, von denen wir viele Vertreter sehr lieben. Das geht wirklich immer, braucht nicht viel und bei den Regeln kommt man sich auch mit unterschiedlicher Spielerhistorie kaum in die Haare (anders als z.B. bei Kartenspielen wie Mau-Mau oder Rommé, wo jeder Hausregeln hat). Beim dritten Spiel würden wir uns für Siedler von Catan enscheiden. Da wird es dann schon interessanter und es ist ein guter Einstieg in eine komplexere Art von Spiel, bei der man auch ruhig mal den Kopf etwas anstrengen kann.

Wohin möchtest Du noch reisen?

Oh ja, reisen. Das würden wir gerne und noch viel. Allerdings haben wir bei Millys Frage festgestellt, dass wir wohl mehr als einmal verreisen müssen, da wir uns bei der Festlegung des Ziels nicht einig werden konnten. Jan würde am liebsten einmal nach Neuseeland fliegen und dort die vielen Landschaften bestaunen. Mir würde aber auch schon Irland reichen. Die wilde Romantik finde ich toll. Außerdem habe ich eine Kollegin, die da jedes Jahr Urlaub macht und die Bilder finde ich immer ganz toll.

Bist Du ein guter Verlierer und wie viel Ehrgeiz darf ein guter Spieler haben?

Beim Thema gewinnen und verlieren gibt es bei uns eine klare Aufgabenteilung. Jan ist ein super Verlierer und er übt das auch oft. Seinen Ehrgeiz hat das aber noch nie gebremst. Das ist auch gut so, denn schließlich machen Kopf-an-Kopf Partien am meisten Spaß, egal wer am Ende gewinnt. Ich bemühe mich ebenfalls ein guter Verlierer zu sein, aber bei manchen Partien bin ich schon etwas frustriert, wenn ein Plan nicht aufgeht. Wir müssen aber als Eltern natürlich mit gutem Beispiel voran gehen und unseren Kindern zeigen, dass es nicht auf das Gewinnen oder Verlieren ankommt, sondern auf den Spaß am Spielen selbst und die gemeinsam mit den Mistspielern verbrachte Zeit. Das ist nämlich auch eine Form von Wertschätzung, wenn man seine Zeit mit jemandem verbringt.

Was macht Dir am meisten Spaß am Bloggen? Was nervt Dich?

Am nervigsten ist für uns der enorme Zeitaufwand. Gerade neben der Familie und der Arbeit muss man sich wirklich jede Minute für die Recherche und das Schreiben der Artikel abzweigen. Wir versuchen das alles gut zu planen, um effizienter zu werden. Das hat mittlerweile schon was vom Job neben dem Job. Das klingt jetzt aber viel negativer, als es eigentlich ist. Natürlich macht uns das Bloggen total viel Spaß, denn ansonsten würden wir die viele Zeit ja nicht freiwillig investieren.

Am meisten Spaß macht uns, das wir so viel positives Feedback für unser Machen und Tun erhalten. Und das nicht nur in schriftlicher Form. Wir haben mittlerweile auch viele neue Mitspieler kennengelernt, die wegen unseres Blogs mit uns Kontakt aufgenommen haben. Das ist immer toll für uns. Ganz nebenbei haben wir auch von den Blogger-Kollegen total viele persönlich kennenlernen dürfen und zählen einige davon inzwischen zu unseren Freunden. Es ist wirklich erstaunlich, wieviel Zwischenmenschliches über eine eigentlich einseitige Kommunikation, wie es ein Blog ist, entstehen kann.

Wenn Du nur ein Spiel behalten dürftest, welches wäre das?

Puh, das ist eine wirklich schwierige Frage, liebe Milly. Mittlerweile haben wir ja ganz schön viele Brettspiele im Schrank. Auf einige davon könnten wir bestimmt ohne Probleme verzichten. Jan schwärmt ja sehr für Flamme Rouge, aber ob er dafür seine Star Wars Schätze wie Rebellion, Imperial Assault oder Legion aufgeben würde? Ich glaube das könnte er nicht. Die meisten Brettspiele, die mich in den letzten Jahren begeistert haben, fallen schon dadurch weg, weil man die alle nur einmal spielen kann. T.I.M.E. Stories, Detective und die eiversen Exit-Varianten sind dafür einfach keine guten Kandidaten. Gloomhaven bietet wahrscheinlich von den Spielen, die wir haben noch am meisten für uns zu entdecken. Wenn wir beide uns zusammen für ein einziges Spiel entscheiden müssten, würde meine Stimme dann wahrscheinlich doch auf Imperial Assault fallen. Da stehen noch jede Menge Erweiterungen im Schrank, die gespielt werden wollen.

Nach welchen Kriterien sortierst Du Deine Spiele?

Wir sortieren (fast) ausschließlich danach wo gerade Platz im Regal ist. Was wir demnächst spielen möchten, steht im Regal in unserem Wohnzimmer, wo auch unser großer Tisch steht oder auf einem kleinen Abstelltisch gleich daneben. Ansonsten sind die Regale in unserer ganzen Wohnung verteilt und die Spiele darin nach keinem besonderen System organisiert. Brettspiele mit Erweiterung oder verschiedene Teile einer Reihe stehen dann aber doch beeinander.

Wovon hättest Du gerne mehr? Wovon weniger?

Wir hätten gerne mehr Zeit und zwar vieeeeeel mehr Zeit. Für alles mögliche eigentlich, aber auch, um mehr Brettspiele zu spielen und mehr Miniaturen zu bemalen.

So liebe Milly, das war bereits deine 4. Station. Damit du auch mal was anderes als nur Blogs kennenlernst, möchte ich dir den Chaos-Bären Podcast ans Herz legen. Keine Angst, die beiden beißen nicht und werden sich bestimmt sehr gut um die kümmern. Da gibt es einen Bären, der ist genauso gelb wie du. Das passt also sehr gut. Es war schön mit dir. Mach’s gut und grüß mir die Bären und auch die liebe Simone, wenn du wieder zurück zuhause bist.

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