300 Worte zu: Welche Themen ich mir nicht in Brettspielen wünsche

300 Worte zu: Welche Themen ich mir nicht in Brettspielen wünsche

Kulturgut hin oder her: Wir spielen Brettspiele hauptsächlich, um von Alltag abzuschalten. Was ich nicht brauche, sind Themen die mich runterziehen und mir Probleme oder Grausamkeiten vor Augen halten, von denen ich hoffe, dass sie uns niemals persönlich betreffen werden. Als Eltern von zwei Töchtern bezieht das für uns sowohl die Themen Kindesmissbrauch als auch Vergewaltigung mit ein.

Natürlich ist es wichtig, in der Gesellschaft ein Bewusstsein für beide Themen zu schaffen. Und tatsächlich kommen diese Themen in den Medien mittlerweile häufig vor. Sei es in den Nachrichten oder auch in fiktiven Medien. Emotional ist das bereits hier eine Gratwanderung. Ich als Mutter kann mir seit der Geburt meiner ersten Tochter Filme, bei denen sich Gewalt und Grausamkeit gegen Kinder richtet, nicht mehr ansehen.

Früher war ich ein großer Fan der diversen CSI-Ableger, habe Criminal Minds genauso ausgiebig konsumiert wie Criminal Intents. Egal welche Verbrechen dort behandelt wurden, der Fall an sich war spannend und für mich eine gute Abendunterhaltung. Aber meine eigene Lebenssituation hat das geändert. So musste ich bereits mehr als einen Film ausschalten, weil mein Kopfkino sich bereits schlimmere Szenen ausgemalt hat, als sie vermutlich im entsprechenden Film vorkamen.

Aus diesem Grund kann ich mir im Moment nicht vorstellen, dass ich mich freiwillig und mit Vorfreude an den Spieltisch setzen würde, wenn eines der beiden Themen Teil des Spiels wären. Ich möchte mich dem nicht aussetzen, da es mich bereits ohne eine Brettspielumsetzung unendlich traurig macht, zu wissen, dass dieses Schicksal für viele Menschen grausame Realität ist. Bereits der letzte T.I.M.E Stories Fall Estrella Drive hat mich sehr betroffen gemacht und das auch, weil das dort behandelte Thema für mich emotional aufreibend war und unvermittelt kam.

Zum Glück kann ich es mir aussuchen, welche Brettspiele ich spielen möchte. Die Opfer krimineller Handlungen haben es sich nicht ausgesucht.


Was genau ist “300 Worte zu:”?

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