Fluch der Ehre Buch Cross Cult

Buch Review – Legend of the Five Rings: Fluch der Ehre

Legend of the Five Rings: Fluch der Ehre – Zusammenfassung

Der junge Haro steht im Mittelpunkt der Geschichte. Als zukünftiger Daimyo muss sich Haro noch seine Sporen verdienen. Doch leider ist Haro eben nicht der strahlende Held und so manche Entscheidung, die er in der Vergangenheit getroffen hat, sorgte eher dafür, seine Stellung am Hofe zu unterminieren, als sie zu festigen.

Durch einen Zufall entdeckt er allerdings eine verborgene Stadt. Doch ist diese Stadt nicht unbewohnt: Die Schatten haben sich die Stadt einverleibt. Haro glaubt, dass dies endlich die Gelegenheit ist, auf die er so lange gewartet hat, um sich zu beweisen. Doch anstatt Ruhm und Ehre weckt er Geister, die er besser in Ruhe gelassen hätte.

Und so droht der junge Haro nicht nur sich in Gefahr zu bringen, sondern auch die mächtige Feste, deren Herr er in der Zukunft werden soll. Denn die Schatten, die er geweckt hatte, ergreifen die Chance und mobilisieren ihre Kräfte, um die Menschen zu besiegen.

Legend of the Five Rings Buch

Legend of the Five Rings: Fluch der Ehre – Fazit

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Endlich sollte es auch Stoff für das gleichnamige Kartenspiel zum Lesen geben. Vorweg: Ich spiele das Kartenspiel im erfunden Rokugan wirklich gerne. Und das Kartenspiel vermittelt einen wunderschönen Blick in diese dichte Welt in der Ehre, das feudale Japan, die Mystik und die Gefahren aus den Schattenland ein in sich geschlossenes Universum bilden.

Doch leider enttäuschte Legend of the Five Rings: Fluch der Ehre hier. Statt der Konflikte, die die verschiedenen Clans untereinander haben und die ich auch aus dem Kartenspiel kenne, findet sich eigentlich nichts aus Legends of the Five Rings in der Erzählung wieder. Ja, es fallen zwar ein paar Begriffe, die aus dem entsprechenden Universum kommen, aber hätte der Autor diese weggelassen, wäre es immer noch eine Geistergeschichte, die einfach nur im feudalen Japan hätte spielen können.

So beschränkt sich diese Geschichte nur auf Haro und dessen Entdeckung und die Konsequenzen daraus, aber die reichhaltige Welt von Rokugan bleibt enttäuschenderweise außen vor.

Standardkost mit stereotypen Charakteren

Bedauerlicherweise ist die Story auch nicht besonders überraschend und teilweise auch sehr stark vorhersehbar. Viel mehr fühlte Legend of the Five Rings: Fluch der Ehre sich nach Standard-Fantasy-Kost an.

Dazu kamen noch recht eindimensionale Charaktere, die ich auch nicht ins Herz schließen konnte oder mit ihnen mitfiebern durfte. Sie waren eigentlich für mich recht belanglos. Schade, da hätte der Autor bzw. der Original-Verlag Aconyte Books mehr draus machen können.

Allerdings liegt dies nicht am Schreibstil, der ist wirklich gut und ich kam auch schön flüssig durch das Buch. Aber ich hätte mir wirklich den ein oder anderen Twist mehr gewünscht und auch gerne sehr radikalere Momente, die die Story weiter und spannenderer vorangetrieben hätten.

Wie so etwas in einem ähnlichen Setting besser geht, zeigt zum Beispiel Jay Kristoff mit seinem Lotuskrieg.

Es stellt sich dann auch für mich die Frage für wen dieses Buch gedacht war. Leser, wie ich, die sich in der Welt der Fünf Ringe auskennen, werden hier nur bedingt glücklich werden. Und genau das verspricht ja aber Aconyte Books, dass man den bekannten Spielwelten mehr Tiefe verleihen möchte.

Ich für meinen Teil hoffe darauf, dass ich in den weiteren angekündigten Titeln das Rokugan finden werden, welches mir in Fluch der Ehre verwehrt blieb.

 

Fluch der Ehre: Legend of the Five Rings 1 Cover

Titel: Fluch der Ehre: Legend of the Five Rings 1

Verlag: Cross-Cult

Seiten: 368 Seiten Paperback

ISBN: 978-3-96658-408-1

Bewertung: 2/5

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