9 Tipps, um die SPIEL zu meistern

9 Tipps, um die SPIEL zu meistern

Ihr kennt das! Da sitzt ihr zusammen mit euren Freunden, spielt ne Runde Buchstaben-YOLO und denkt euch, warum nicht einmal im Leben zu diesem mystischen Ort fahren, von dem die Brettspieler immer reden. Also was solls ab nach Essen, um dort die größte Brettspielmesse der Welt zu besuchen, weil Baum und YOLO! Doch was braucht ihr wirklich, um die SPIEL zu meistern und welchen Schnick-Schnack könnt ihr getrost zu Hause lassen oder auf der Messe ignorieren? Wir geben euch 9 Tipps an die Hand mit denen ihr garantiert zum Pro-Boardgamer werdet.

1. Tickets

Leider ist der Eintritt zur SPIEL nicht frei. Also braucht ihr eine Eintrittskarte und diese könnt ihr natürlich im Vorfeld schon bestellen und euch auch zu schicken lassen. Solltet ihr das vergessen oder euch sind die Vorverkaufsgebühren einfach zu hoch, dann könnt ihr sie natürlich auch vor Ort kaufen. Aber ihr seid ja Pro-Boardgamer, da kann es nur ein Lösung geben. Mit einem Presseausweis bekommt ihr kostenlosen Eintritt. Also schnell einen Zeitschriftenverlag gegründet und einen Haufen eurer Freizeit investiert, um ein paar Artikel zu veröffentlichen. Dann nur noch einen offiziellen Presseausweis beim DJV für 100 bis 250 EUR anfordern und zack ihr bekommt kostenfreien Zutritt.

2. Übernachtung

Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen, um 19:00 schließt die SPIEL ihre Pforten und ihr müsst zusehen, dass ihr die Nacht irgendwo verbringen könnt. Aber auch hier gibt es natürlich knallharte Tipps von uns. Der Amateur hat wahrscheinlich schon Monate im Voraus sein Hotelzimmer gebucht, was entweder sehr teuer ist oder sehr weit entfernt. Ihr könnt aber Zeit und Geld sparen, indem ihr euer Lager einfach auf der Wiese vor der Messe aufschlagt. Also das Zelt aus Pfadfinderzeiten aus dem Keller geholt und zack: Fertig ist euer Domizil. Und als Pro-Boardgamer macht es euch auch nichts, dass sich die Temperaturen Ende Oktober in der Nacht nur im einstelligen Bereich befinden.

Wer vielleicht doch noch eine Unterkunft für die Nacht braucht, weil das Zelt gerade in der Wäsche ist, der kann natürlich auch Übernachtungsdeals abschließen. Einfach den Besuchern eure neuen und raren Brettspiele anpreisen. Sie dürfen den Abend oder die Nacht über zocken, während ihr ne Runde im Bett, auf der Couch oder im Flur schlaft.

3. Budget

Auf alle Fälle braucht ihr für die SPIEL ein Budget. Ohne ein Budget geht keiner auf die Messe. Wobei hier zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden werden muss. Auf der einen Seite gibt es das passive Budget und auf  der anderen Seite das aktive Budget. Das passive Budget ist recht einfach erklärt. Es ist alles Geld was ihr zur Verfügung habt, minus die Summe die abgezogen wird, nachdem euer Lebenspartner erfahren hat, dass ihr nach Essen zu dieser komischen Brettspiel-Messe fahrt. Widerworte können zwar gegeben werden, bringen aber nichts.

Der Unterschied zum aktiven Budget ist einfach nur, dass ihr es eurem Lebenspartner nicht erzählt oder ihr Single seid. Wer auf lange Sicht sein passives Budget in aktives Budget umwandeln möchte, kann (sofern in einer Beziehung) einfach seinen Partner mit nach Essen nehmen. Nur einer von insgesamt 9 Gründen, warum ihr nach Essen müsst.

4. Kleidung

Viele werden euch empfehlen, euch im Zwiebellook zu kleiden. Ende Oktober kann es eben in Deutschland schon recht kühl sein. In den Hallen der Messe wird es aber dank biologischer Heizgeräte recht schnell muckelig warm. Aber ist das wirklich das Beste? Natürlich nicht! Vergesst den Zwiebellook, ihr schleppt ja dann nur noch eure Jacken mit und die nehmen kostbaren Platz für Brettspiele weg. Die vorhandene Garderobe ist leider keine Alternative, da durch das Abgeben und Abholen der Jacken nur unnötig viel Zeit verschwendet wird, die besser mit Brettspielen investiert ist. Also Zähne zusammenbeißen und den kalten Temperaturen die kalte Schulter zeigen.

Wobei ihr natürlich nicht sparen dürft, ist das gute Schuhwerk. Bequem muss es sein, denn so lange es noch verboten ist mit Segways über die Messe zu heizen, werdet ihr eben laufen müssen. Aber auch hier werden wir euch natürlich helfen. Bucht doch einfach Stände auf der Messe. So könnt ihr in verschiedenen Hallen eure Basislager errichten und könnt euch vom Laufen erholen. Dadurch seid ihr auch gleich noch Aussteller und könnt euch sogar das Ticket sparen.

5. Anreise

Sehr viele Besucher der Messe kommen erstaunlicherweise nicht aus Essen, sondern reisen mit den verschiedensten Fahrzeugen an. Dabei ist es eigentlich egal, wie ihr anreist, den Stau gibt es gratis dazu. Erst am Sonntag, wenn alle schon geschafft sind, scheinen die Besucher auch keine Energie mehr zu haben, um auch nur irgendein Stau zu ermöglichen. Dabei ist der Stau nicht nur auf die Straßen beschränkt, auch in den Messehallen selbst kommt es an vielen Orten zu Stauungen.

Wer nun glaubt, er könnte dem Stau entkommen, indem er auf andere Wege der Beförderung setzt, der irrt sich gewaltig. Die Deutsche Bahn hat extra einen Beauftragten eingestellt, der nix anderes macht, als die Zuganreise zu erschweren. Durch dessen kluge Planung ist in diesem Jahr der komplette Hauptbahnhof in Essen gesperrt.

Und die Möglichkeit per Sandale oder per Rad anzureisen, klingt zwar erst einmal romantisch, ist aber nicht immer praktikabel. Euch fehlen dann schlicht die Möglichkeiten, die erbeuteten Brettspiele zu transportieren.

6. Parken

Dies ist natürlich ein Punkt, der nur die Autofahrer betrifft. Klar, ihr könntet die offiziellen Parkplätze rund um die Messe nutzen. Aber zwei Dinge gibt es dabei zu beachten: Zum einen müsst ihr tatsächlich wieder anstehen, um einen Parkplatz zu bekommen. Also nach dem Stau auf der Straße, kommt nun auch noch der Stau vor dem Parkplatz. Und als zweites müsst ihr damit klarkommen, dass ihr nicht die Einzigen in dem Parkhaus seid. Alle Leute die euch schon beim reinfahren einen Stau beschert haben, schenken euch auch auf der Heimfahrt einen weiteren Stau.

Wie kommt man also aus diesem Dilemma raus? Wer hätte es gedacht: Die Stadt und die Polizei unterhalten einen Parkservice. Einfach das Auto in der Nähe auf der Straße stehen lassen und die Stadt/ Polizei kümmert sich um den Rest. Natürlich ist so ein Premiumservice nicht kostenlos aber man gönnt sich ja sonst nichts. Allerdings ist der Service noch ausbaufähig, da es manchmal recht schwer sein soll, sein Auto zeitnah wiederzubekomen.

7. Essen und Trinken

Ja, es gibt eine Vielzahl an Essensmöglichkeiten auf der Messe: Vom kalten Eis bis hin zum feurig heißen Chili wird für jeden etwas geboten. Aber Essen und Trinken kostet Zeit bzw. das Anstehen, um an das Essen zu kommen dauert manchmal ewig. Deswegen bringt der Pro-Boardgamer sein eigenes Essen und Trinken mit und verzehrt dies beim Spielen oder auf seiner Wanderschaft zwischen den Hallen. Doch auch hier stoßen wir wieder auf Probleme. Unserer Stullen können wir ja noch im guten alten Brotpapier verpacken und nach und nach verzehren und damit nach und nach Platz für Brettspiel-Lagerkapazitäten freigeben. Bei Getränken stoßen wir allerdings an unsere Grenzen. Zwar verringert sich das Gewicht merklich aber eine leere Flasche nimmt immer noch genauso viel Platz weg, wie eine volle Flasche.

Hier helfen Trinkrucksäcke. Mit diesen System habt ihr nicht nur immer einen kühlen Schluck in Reichweite. Sie geben euch einen kleinen Puffer gegen Rempler von anderen Besuchern. Und wer seine Mahlzeiten noch weiter optimieren will, verzichtet sogar auf das Brotpapier und nimmt gleich Obst mit, welches in einer natürlichen Verpackung ausgeliefert wird.

8. Brettspiele

Sind wir ehrlich und schauen uns die Fakten an: Rein rechnerisch wird wahrscheinlich jeder Besucher der SPIEL möglicherweise ein Brettspiel auf der Messe erwerben. Während ihr bei Brettspielen, die ihr möglicherweise gewonnen habt, keine große Wahlmöglichkeit habt, sieht es natürlich ganz anders bei den Brettspielen aus, die ihr gezielt kaufen wollt. Als Profi greift ihr natürlich zu allerlei nützlichen Tools. Neben Handzetteln gibt es allerhand elektronische Hilfsmittel. Seien es die Listen auf Boardgamegeek oder das Tool von Tabletoptogether: Im Netz wird euch geholfen. Aber digitale Listen haben einige Probleme: Sie brauchen Strom bzw. Empfang. Ist der nicht gegeben, ist eure gepflegte Liste nichts wert, weil ihr einfach nicht drankommt.

Doch der Merz Verlag, Veranstalter der SPIEL, hilft euch natürlich aus. Er stellt kostenlos jedem Besucher einen analogen Spielguide (für ganz Eilige auch digital) zur Verfügung. Wem das immer noch nicht genug Pro ist, der greift einfach zu seinem persönlichen Shoppingassistenten. Schreibt einfach einen Brettspiel Blogger/ Youtuber/ Podcaster an, ob dieser nicht für euch Brettspiele zusammenstellt und diese auch noch auf der SPIEL zusammensucht.

9. Etikette

Seid nett! Das bringt euch mehr als Schubsen, Drängeln und all die egozentrischen Eigenschaften. Dazu gehört natürlich auch, dass ihr nicht den ganzen Tag an einem Spiel festhängt und andere nicht zum Zuge kommt, denn der wahre Pro-Boardgamer lässt sich ein Brettspiel erklären, spielt ein zwei Runden und kann dann knallhart abschätzen ob das Spiel auch was für ihn ist.

Man sollte allerdings nett sein nicht mit absolutem Nachgeben gleichsetzen, denn ab und zu müsst ihr gezielt und energisch auftreten, um überhaupt vorwärts zu kommen. Ansonsten kann es passieren, dass ihr einfach auf Grund der Besuchermassen nicht vom Fleck kommt. Am besten ihr eignet euch im Vorfeld schon das Brettspiel-Parkour an. So könnt ihr geschickt und flink ohne große Zwischenfälle durch die Hallen kommen.

Und Apropos Navigation: Der Pro-Boardgamer nutzt natürlich eine Google Glass oder andere Augmented Reality Brille. Diese blendet nicht nur die aktuellen Preise an den Ständen und die derzeitige Verfügbarkeit ein, sie navigiert euch auch noch genau zu den Ständen, die ihr noch abklappern müsst.


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