Brettspiele bei Kickstarter: Thunderstone Quest – Back to the Dungeon

Brettspiele bei Kickstarter: Thunderstone Quest – Back to the Dungeon

Thunderstone Quest CoverDen ersten hässlichen Goblin habe ich bereits besiegt. Erwartungsgemäß hatte er nicht viel Brauchbares bei sich. Aber in den Tiefen dieses Dungeons sollen sich weitaus größere Schätze finden lassen. Es sollen allerdings auch gefährlichere Kreaturen dort hausen, als dieses Geschmeiss dort oben. Langsam steige ich die Stufen in den Dungeon hinab. Er wird immer dunkler, doch zum Glück habe ich eine Laterne dabei. Die Gänge erscheinen endlos. Wenigstens kann ich mich dank des Lichts gut orientieren und werde nicht von einem Oger überrascht oder so. “Wie dumm es gewesen wäre, hier ohne Licht im Dunkeln herumzuwandern”, denke ich, als meine Laterne erlischt und es um mich herum dunkel wird…

Thunderstone Quest ist eine Weiterentwicklung des ursprüglichen Deckbuilding-Spiels Thunderstone von Autor Mike Elliott und läuft aktuell auf Kickstarter als Kampagne des AEG-Verlags. Bereits letztes Jahr wurden das Grundspiel und die ersten Quests erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Nun geht Thunderstone Quest in die nächste Runde. Zwei bis vier Spieler können sich hier in gefährliche Dungeons wagen, um den dortigen Bewohnern ihre Schätze abzuluchsen. Natürlich will jeder von euch die Schätze für sich alleine, Kooperation kommt also nicht in Frage, oder doch?

Das macht ihr bei Thunderstone Quest

Thunderstone Quest SchurkeHinzugekommen sind im Vergleich zum Original Thunderstone mit seinen zahlreichen Erweiterungen die Quests. Dieser Zusatz zum Titel verrät euch bereits, dass ihr euch auf einer Mission befindet. Es handelt sich um eine Art Kampagnenmodus, bei dem ihr vor jedem Spielaufbau entscheidet, welche Quest ihr bestreiten wollt. Für jede Quest werden andere Karten ausgelegt und die bekämpften Gegner im Dungeon unterscheiden sich. Das Questhandbuch vermittelt außerdem ein wenig Story passend zur Quest.

Das Deckbuilding und die grundlegenden Mechaniken haben sich aber kaum verändert. Ihr habt einen Starthelden und ein kleines Deck mit ein paar Startkarten. Im Verlauf des Spiels kauft ihr mächtigere Karten hinzu, die euer Deck immer stärker machen. Mit den richtigen Karten lassen sich immer größere Kombinationen spielen. Es gibt weiterhin das Dorf, in dem ihr eure Wunden pflegen lasst oder eure Helden aufleveln könnt. Hier findet auch der eigentliche Deckbau statt, denn mit Gold auf euren Karten gibt es  verlockende neue Karten mit Ausrüstung und andere hilfreiche Dinge in Form von Tokens zu kaufen.

Keine Quest ohne Dungeon

Thunderstone Quest Barricades ModeDer Dungeon besteht aus mehreren Ebenen. Wer nur an der Oberfläche kratzt und sich die leichten Gegner vornimmt, kann das in der Regel ohne weiteres tun. Für die tiefer liegenden Ebenen des Dungeons müsst ihr allerdings erst einmal an bessere Ausrüstung und genügend Licht kommen. Es ist eben dunkel in so einem Verlies und es hat Vorteile, wenn man seine Gegner auch sehen kann. Licht ist entweder auf euren Karten abgedruckt oder ihr bekommt es in Form von Laternen-Tokens. Neben Gegner befinden sich im Dungeon auch besondere Räume, die Events auslösen, wenn ihr sie betretet.

Besiegt ihr einen Gegner im Dungeon bekommt ihr Belohnungen in Form von Schätzen und Tokens. Nach klassischer Rollenspiel-Manier dürft ihr euch außerdem über Erfahrungspunkte freuen, die ihr in der Stadt wiederum für den Levelaufstieg eures Helden nutzen könnt. Allerdings werdet ihr im Kampf auch verwundet und jede Wunde veringert die Anzahl der Karten, die ihr in eurem nächsten Zug auf die Hand bekommt.

So schnetzelt ihr und eure Mitspieler euch also ganz unkooperativ jeweils alleine durch den Dungeon. Wenn ihr es schafft, vier Guardian-Schlüssel zu finden, kommt es zum Endkampf. Jeder Spieler hat nun noch einen Zug, in dem er dem Endgegner seine volle Kampfeskraft entgegenschleudern kann, denn dieser hat den mächtigen Thunderstone, den jeder von euch haben möchte. Wer am Ende die meisten Punkte in Form von Erfahrungspunkten und Bonuspunkten auf Karten angesammelt hat, ist der Gewinner bei Thunderstone Quest.

Willst du mit mir gehen? Koop-Modus

Neben diesem normalen kompetetiven Modus habt ihr mit der Barricades-Erweiterung außerdem die Möglichkeit, kooperativ als Gruppe gegen die übermächtigen Gegner anzutreten. Hierbei gab es einige Regelanpassungen, die es ermöglichen, alle bereits erschienenen Quest auf diese Art zu spielen.

Das bekommt ihr bei Kickstarter

Thunderstone Quest What Lies BeneathZunächst einmal habt ihr in der aktuellen Kampagne natürlich die Möglichkeit, das komplette Grundspiel aus der letzten Kampagne inklusive aller damals freigeschalteten zusätzlichen Inhalte zu bekommen. Das kostet euch dann umgerechnet 86 EUR. Allerdings müsst ihr hier auf die Stretchgoals der aktuellen Kampagne verzichten.

Wer das Grundspiel bereits besitzt, kann sich außerdem nur die neuen Inhalte für Thunderstone Quest holen. Hierfür müsst ihr knapp 43 EUR auf den Tisch legen. Enthalten ist hierbei der Barricades Mode für den Solo- und Koop-Modus sowie eine neue sechste Quest mit dem schönen Namen “What Lies Beneath”, die aus ca. 245 zusätzlichen Karten besteht.

Wer bisher noch nichts von Thunderstone Quest im Spielregal hat, diese Lücke aber mit einer All-In-Pledge schließen möchte, muss für das Gesamtpaket dann ca. 129 EUR einplanen. Hinzu kommen bei allen Varianten nochmal umgerechnet 23 EUR Versandkosten.

An zusätzlichen Inhalten sind bis jetzt bereits einige eisig angehauchte Monster, ein Held und weitere Ausrüstungskarten freigeschaltet. Alles in allem bringen die Stretchgoals also mehr Varianz in das Spiel.

Fazit

Thunderstone von Mike Elliot gibt es schon eine ganze Weile auf dem Markt. Thunderstone Quest verspricht jedoch nicht nur einen Deckbauer. Mit einer Kampagne sollte neuer Wind in das etwas altbackene Genre kommen. Mit den eingestreuten Storys und den vordefinierten Decks bewegt sich AEG in die richtige Richtung, allerdings ist hier auch noch sehr viel Luft nach oben. Einen Solo-Modus gab es bereits im Originalspiel und so war es nur eine Frage der Zeit, bis er auch für Thunderstone Quest umgesetzt wurde. Der Koop-Modus wiederum klingt interessant, obwohl wir im Allgemeinen sehr viel Spaß daran haben, uns Gegner vor der Nase wegzuschnappen.

Schön ist jedoch die Möglichkeit, seinen Helden zu leveln und auch der Deckbau selbst macht Spaß. Wenn ihr Abwechslung zu Spielen wie Dominion und Ascension sucht und das Spiel noch nicht besitzt, könnt ihr hier bedenkenlos zugreifen. Lobend erwähnen möchte ich noch das Artwork des Spiels. High Fantasy ist Programm und die Illustrationen der Karten von Thunderstone Quest sind wirklich sehr gut gelungen. Obwohl mehrere Künstler beteiligt waren, wirkt das ganze Spiel stimmig.

Die Kickstarter Kampagne läuft noch bis zum 18. August 2018

Link zur Kampagne von Thunderstone Quest: Back to the Dungeon bei Kickstarter

Thunderstone Quest: Back to the Dungeon erscheint bei Alderac Entertainment Group


Wenn ihr immer auf dem laufenden sein wollt, könnt ihr auf unserem Blog wöchentlich Previews zu aktuellen Kickstarter Kampagnen lesen, sowie euch auf unserer laufend aktualisierten Seite über aktuelle Crowdfunding-Projekte informieren.

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