Brettspiele bei Kickstarter: Zombicide Invader

Brettspiele bei Kickstarter: Zombicide Invader

Die mobile Infanterie erwartet Sie! Treten Sie noch heute bei und gönnen sie sich einen bezahlten Urlaub auf PK-L7! Alles was Sie dazu brauchen, ist in Zombicide Invader enthalten.

Zombicide Invader Cover

Tagebucheintrag 34 – 10.04.2018 – Pvt. Jared – Koordinaten Unbekannt: ” Komm zur mobilen Infanterie, haben sie gesagt. Das ganze Universum steht für dich bereit. Es sollte ein ruhiger Job werden. Irgendwo auf einem fernen Felsbrocken sollten wir ein paar Ingeniuere beschützen. Schnell verdientes Geld, dachte ich damals noch. Doch was sie uns verheimlichten, war das Grauen, das aus der Tiefe aufstieg. Dort lauerten die verseuchten Xenos. In dem Moment, als wir damit anfingen, das verfluchte Xenium zu fördern, brachen sie aus dem Untergrund hervor und überfielen uns. Welle um Welle schlug uns entgegen – viele meiner Kameraden fielen in diesem ungleichen Kampf. Dabei machte uns nicht nur die schiere Masse Angst. Wir haben Angst vor den großen Brocken. Diese Abscheuchlichkeiten vergiften mit ihrem Schleim alles was sie berühren. So lösen sie langsam unsere …” Eintrag Ende

Die Zombies sind tot, lang leben die Zombies. CMON Games und Guillotine Games bringen das sechste eigenständige Zombicide Spiel heraus. Nach der Endzeit und dem frühen Mittelalter ist nun die ferne Zukunft und der Planet PK-L7 der neue Spielplatz für Zombicide Invader. Kann die neuste Version des Spieles frischen Wind in die Marke bringen? Oder ist es nur der Versuch, die Kuh zu melken, bis sie umfällt und das obwohl die namensgebenden Zombies durch Aliens ersetzt wurden?

Wir haben für unser Kickstarter Preview die Informationen gesammelt, die zum Brettspiel bereits veröffentlicht wurden und uns angeschaut, was Zombicide Invader anders bzw. besonders macht.

Das macht ihr bei Zombicide Invader

Zombicide Invader Inhalt

Viel geändert hat sich auf den ersten Blick nicht bei Zombicide Invader. Wie auch in den Vorgängern steuert ihr einen von maximal sechs Überlebenden. Mission für Mission versucht ihr, eure Charaktere zu leveln, die Missionsziele zu erfüllen und natürlich das Wichtigste überhaupt: zu überleben. Auch die umbenannten Zombies – nun sind es Xenos – machen das was sie schon immer gemacht haben. In großer Zahl erscheinen sie auf dem Spielbrett, um dann den Bewohnern (Überlebenden) von PK-L7 nach dem Leben zu trachten. Gesteuert werden diese weiterhin durch das Spiel. Karten bestimmen, welche und wie viele Xenos erscheinen. Das Töten eines Xenos bringt euch Erfahrungspunkte. Habt ihr genug gesammelt, schaltet ihr neue Fertigkeiten frei. Gleichzeitig sorgt auch das Sammeln an Erfahrungspunkten dafür, dass der Schwierigkeitsgrad steigt. Je höher dieser ist, desto mehr Xenos machen euch das Leben in Zombicide Invader schwer.

Dabei gibt es auch wieder verschiedene Typen an Xenos. Diese unterscheiden sich nicht von den Zombies – bis auf die Namen. Vom Walker (Schlurfer) bis zur Abomination (Abscheulichkeit) sind die gleichen Grundtypen enthalten, wie auch schon im allerersten Zombicide. Auch ihre möglichen Aktionen sind die gleichen, wie in allen Zombicide-Teilen. Während ihres Zuges haben sie genau eine Aktion – bei den Runnern zwei Aktionen – entweder nutzen sie diese, um sich zu bewegen oder sie greifen an.

Dabei werden sie, wie auch schon in Season 1, durch den Lärm angezogen, den die Überlebenden erzeugen. Auch deren Aktionen in Zombicide Invader sind identisch mit den Aktionen aus allen vorherigen Grundboxen. Ihr startet mit drei Aktionen. Diese nutzt ihr, um euch zu bewegen, anzugreifen oder auch, um neue Ausrüstung zu suchen. So verwandelt ihr euren Charakter Stück für Stück in eine Kampfmaschine.  Habt ihr dann das Missionsziel erfüllt, gewinnt ihr das Szenario und könnt mit dem nächsten Szenario erneut euer Glück versuchen.

Frische Mechaniken hauchen der Marke neues Leben ein

Zombicide Invader Equipment

Ein müdes Gähnen kann man sich nicht verkneifen. Am Anfang schaut Zombicide Invader wie eine schlichte Kopie aus, eben nur mit einem anderen Setting. Doch der Teufel steckt im Detail oder in diesem Fall die Spielerfahrung. Das Kreativteam: Raphael Guiton, Nicolas Raoult und Jean-Baptiste Lullien, welche schon die anderen Zombicide Spiele betreuten, haben noch weitere Regelecken gefunden. Diese wurden glatt geschliffen beziehungsweise überarbeitet. Im Folgenden haben wir einfach mal die größten Änderungen aufgeführt:

Die Zielprioritäten der Gegner ändern sich. Statt der kleineren Einheiten sind nun die großen und schwer zu vernichtenden Einheiten als Erstes dran. Die Kleinen und Schwächeren sind als Letztes dran. Ausnahme sind die fiesen Runner (Läufer) – bei Zombicide Invader Hunter genannt –  die das Schlusslicht bilden.  Das macht sie noch unerträglicher. Denn gerade wegen ihren zwei Aktionen, möchte man diese eigentlich immer als erstes aus dem Weg haben.

Um einen großen Brocken zu vernichten, empfiehlt sich weiterhin ein Flammenwerfer oder ähnliches. Aber was macht ihr, wenn die entscheidende Ausrüstung fehlt? Mit der Regeländerung könnt ihr endlich die Feuerkraft eurer Charaktere bündeln und somit auch die dicken Brocken bekämpfen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Überlebenden. Zum einen sind das die Soldaten. Diese können mehr Schaden einstecken und ihr Fokus liegt auf dem Kampf. Als Gegenstück dazu gibt es die Zivilisten, schlecht im Kampf, dafür aber umso besser im Suchen. Denn nur sie können in jedem Raum nach Ausrüstung suchen. Soldaten können nur in speziellen Räumen suchen. Vorbei sind also die endlosen Suchorgien, um endlich die ersehnte Waffe zu bekommen.

Zu Beginn gibt es außerdem weniger Spawnpunkte für Gegner. Dafür können, ähnlich wie bei Zombicide Black Plague, während der Partie neue Spawnpunkte entstehen. Wenn ihr einen Raum betretet, wird kein Spawn mehr durchgeführt. Auch die Spawnkarten wurden überarbeitet. Nun befindet sich auf jeder Karte nur noch eine Gegnerart und je nach Gefahrenlevel variiert die Anzahl der Gegner, die von euch aufs Spielbrett gestellt werden müssen.

Alien-Schleim und kein Flammenwerfer ohne Sauerstoff

Zombicide Invader Xenos

Nur innerhalb der Basis können sich die Überlebenden frei bewegen. Die müsst ihr jedoch in einigen Missionen verlassen und dazu braucht ihr einen Sauerstofftank. Der muss auch erst einmal gefunden werden. Eure Gegner hingegen kommen auch ohne diesen neumodischen Schnick-Schnack aus. Als ob das nicht schon schwer genug wäre, funktionieren auch einige Waffen, wie Gewehre oder Flammenwerfer, im Freien nicht. Waffen brauchen jetzt außerdem teilweise zusätzliche Ausrüstung, wie zum Beispiel Energiezellen.

Die Spoiler Abomination ist nicht nur eine weitere hirnlose Scheußlichkeit, die euch ans Leder will. Sie verhält sich auch eher wie ein Boss. Ähnlich wie der Nekromant in Black Plague kann sie neue Spawnpunkte entstehen lassen. Dies passiert dadurch, dass sie wie eine große, gefährliche, intergalaktische Schnecke einen Schleim absondert. Sammelt sich genug davon, entstehen neue Spawnpunkte. Außerdem löst der Schleim Türen auf und kontaminiert Räume. Eine Suche ist hier dann nicht mehr möglich. Das wirklich Fiese ist, dass dieser Schleim auch mögliche Missionsziele vernichten kann. Passiert das, habt ihr automatisch die Mission verloren. Der Schleim lässt sich zwar auch bekämpfen, dazu braucht es dann aber einen Flammenwerfer. Und der braucht natürlich auch wieder Brennstoff.

Als Unterstützung gibt es noch zwei Drohnen für euch. Diese unterstützen euch bei eurem Kampf. Mit der ersten Drohne könntet ihr Gegner weglocken, damit die zweite Drohne sie aufs Korn nehmen kann. Ein ähnliches System gab es schon bei der Dogz Erweiterung, Zombicide Rue Morgue und auch bei Black Plague. Allerdings waren es hier immer extra Erweiterungen, die ihr dazu kaufen musstet. Bei Zombicide Invader sind die Helfer schon in der Grundbox enthalten.

Das bekommt ihr bei Kickstarter

Zombicide Invader Survivor

Es gibt zwei Pledges und bei beiden ist natürlich das Grundspiel Zombicide Invader enthalten. Insgesamt befinden sich in der Grundbox 72 Miniaturen, doppelseitige Spielplanteile, Karten ohne Ende, Plastik-Spielertableaus, Tokens etc.

Bei der Civilian Pledge bekommt ihr alle Stretchgoals und zusätzlich eine Kickstarter exklusive Miniatur. Diese Pledge startet bei 100$. Das entspricht ungefähr 80 Euro.

Der zweite Pledgelevel ist die Soldier Pledge. Hier bekommt ihr auch noch die Erweiterung Black Ops dazu. Sie enthält sieben weitere Soldaten, zwei Drohnen, drei weitere Spielplanteile und eine neue Abomination, die nicht mit herkömmlichen Waffen besiegbar ist. Die Soldier Pledge kostet dann aber auch schon 150$. Das sind stolze 121 Euro.

Wer schon bei der einen oder anderen Zombicide Kampagne dabei war, weiß dass CMON Games im Laufe der Zeit noch diverse Stretchgoals oben drauf packt. Natürlich wird das unter anderem ein ganzer Haufen zusätzlicher Miniaturen sein. Seit Massive Darkness und Zombicide Black Plague ist die Miniaturenqualität auf einem sehr hohen Produktionsniveau. Schon kurz nach dem Start waren dann auch schon die ersten Stretchgoals erreicht. Für die Fans von CMON Games beginnt jetzt die nervenaufreibende Zeit des Wartens auf neue Stretchgoals.

Ob neben dem Grundspiel und der Black Ops Erweiterung auch noch Erweiterungen während der Kampagne veröffentlicht werden, die nochmal neue Aspekte zum Spiel hinzufügen, wird die Zeit zeigen. Aus Erfahrung mit CMON Games ist das nicht auszuschließen. Dazu kommen wahrscheinlich auch noch Guest Boxes von anderen Künstlern und natürlich Spielmaterialen, wie Plastiktokens oder andere Würfel.

Wer sich unsicher ist, kann auch mit einem Euro einsteigen und sich dann später im Pledge Manager noch sein Wunschpaket zusammenstellen. Dazu kommen dann noch die Versandkosten. Diese liegen bei ungefähr 16 bis 20 Euro.  

Wer die englische Version nicht möchte, wird später vermutlich bei Asmodee fündig werden. Auch die vorherigen Versionen von Zombicide sind dort erschienen. Allerdings werdet ihr euch hierzu noch in Geduld üben müssen, denn ein Release vor der SPIEL 19 ist eher unwahrscheinlich.

Fazit

“Wieder ein Zombicide und diesmal spielt das Ganze im All. Na klasse, diesmal scheinen CMON Games die Ideen wirklich ausgegangen zu sein!” Das waren meine ersten Gedanken, als ich erfuhr, dass es eine neue Kampagne zu Zombicide geben wird. Ich hatte mir fest vorgenommen, diesmal nicht einzusteigen. Was konnte denn  gegenüber dem Vorgänger Black Plague,  den ich immer noch als besten Ableger der Serie ansehe, noch verbessert werden? In meinen Augen gab es da einfach nichts. Doch dann fing ich an, die verschiedenen Informationen zu sammeln und musste erstaunt feststellen: Es gibt bei Zombicide Invader zwar keine großen fundamentalen Änderungen, aber die kleinen Stellschräubchen, die man gefunden hat, um damit den Spielfluss zu verbessern, haben mich mittlerweile umgestimmt.

Zombicide Invader Boardgame

Sei es nur das winzige Detail mit der Änderung der Zielprioritäten oder dass ihr die Basis verlassen müsst, um eure Mission zu erfüllen, aber dazu unbedingt einen Sauerstofftank braucht. Auf solche kleinen Dinge freue ich mich schon. Wenn ihr mich bis vor kurzem noch gefragt hättet, mit welchem Zombicide ihr anfangen solltet, hätte ich Zombicide Black Plague gesagt. Jetzt muss ich allerdings gestehen, es könnte sein, dass Zombicide Invader ihm diesen Rang abläuft. Wobei ich das natürlich erst mit Bestimmtheit sagen kann, wenn das fertige Spiel dann wirklich bei mir zu Hause angekommen ist.

Natürlich bleibt es unter der Haube immer noch ein klassiches Zombicide, auch wenn die Zombies nun Xenos heißen. Alle Werte und Eigenschaften der Xenos und Überlebenden sind im direkten Vergleich identisch. Die einzige Ausnahme bildet hier die Spoiler Abonimation, die durch ihre andere Spielmechanik einen eigenen gefährlichen Charme entwickelt. Auch die Fertigkeiten der Überlebenden kommen dem Zombicide Fan bekannt vor. Hier gilt: auspacken und spielen. Die kleinen Regeländerungen sind schnell gelernt.

Der Hype-Faktor und die großen Brüder

Natürlich wird Zombicide Invader finanziert werden! Ob es allerdings an den Erfolg von Rising Sun oder Black Plague anknüpfen wird, muss sich erst noch zeigen. Der mediale Zombiehype ist schon stark abgeflaut und da tut das Space-Alien-Thema der Reihe vielleicht gut. Insgesamt war es um die Kampagne bisher sehr ruhig, was so gar nicht zu CMON passt. HATE hatte hier im Vorfeld für mehr Gespächsstoff gesorgt.

Der Miniaturenbemaler in mir hat sowieso schon zugeschlagen. Natürlich ist es nur die romantische Vorstellung, die Miniaturen zu bemalen. Auch hier lasse ich mich natürlich gerne noch einmal mehr überraschen und hoffe, dass die Miniaturen gegenüber ihren Vorgängern noch einmal an Qualität gewinnen.

Aus meiner Sicht erwartet uns unterm Strich mit dem neusten Zombicide eine gut überarbeite Variante, die sich klar an Fans der Reihe richtet.

Die Kampagne läuft noch bis zum 04. Mai 2018

Link zur Kampagne von Zombicide Invader bei Kickstarter

Zombicide Invader erscheint bei CMON Games


Wenn ihr immer auf dem laufenden sein wollt, könnt ihr auf unserem Blog wöchentlich Previews zu aktuellen Kickstarter Kampagnen lesen, sowie euch auf unserer laufend aktualisierten Seite über aktuelle Crowdfunding-Projekte informieren.

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